Barriquefass: Was passiert bei der Weinreifung?

Barriquefass: Was passiert bei der Weinreifung?

Barriquefass – diesen Zusatz zur Sortenbezeichnung haben die meisten Weinliebhaber schon gelesen. Doch was bedeutet das eigentlich? Beim Produktionsprozess von Wein spielt die Lagerung eine entscheidende Rolle für die Entstehung von Aromen und Geschmack. Dabei haben Winzer die Wahl zwischen mehreren Möglichkeiten, zum Beispiel Edelstahltanks oder Holzfässer. Genauso unterschiedlich wie alle Lagerungsmethoden, sind auch die Geschmacksnoten der gereiften Weine. Was ist aber die Besonderheit bei der Variante „Barriquefass“, also der Lagerung im Fass?

Barriquefass: Lagerung in Holz

Bei der sogenannten Lagerung im Barriquefass wird der Wein in Eichenfässer gefüllt. Diese Methode wird besonders bei hochwertigen Rotweinen bevorzugt, da der Wein eine komplexe Aromatik erhält. Diese Fässer werden aus hartem Eichenholz hergestellt und müssen nach Bestimmung von 1866 aus dem Ort Bordeaux ein Fassungsvermögen von 225 Liter besitzen. In den meisten Fällen sind diese Lagerbehältnisse nur drei Jahre im Einsatz, weil nach diesem Zeitraum keine Geschmacksnote mehr an den Wein abgegeben wird.

Veredelung von Rotweinen

Beliebt sind Barrique aus der französischen Region Limousin, darin erhalten Weine nur einen dezenten Holzgeschmack. Da einige Rotweine einen stärkeren Geschmack vertragen, greifen Winzer auch auf amerikanische Eiche zurück. So erhält der spanische Wein Rioja ebenfalls durch diese Holzart seinen typischen Geschmack.

Toasting für den Geschmack

Nicht nur das Holz nimmt Einfluss auf das Endprodukt. Für den typischen Geschmack des Weins ist auch ein weiterer Trick verantwortlich: Die Fässer werden von innen über offenem Feuer „getoastet“, damit der gelagerte Wein den Geschmack nach Toast entfalten kann, der mehr oder weniger stark ausfällt. Für Weinkenner steht jedenfalls fest: durch die Lagerung im Fass erhält der edle Tropfen eine ganz besondere Note, die die meisten Genießer sehr zu schätzen wissen.