Qualität: Wein ist nicht gleich Wein

Qualität: Wein ist nicht gleich Wein

Qualität ist eine Frage der Herkunft! Auf den Etiketten von Weinflaschen hat sicherlich jeder Weingenießer schon einmal die Abkürzungen „DQW“ und „DPW“ gelesen. Diese Ergänzungen stehen für „Deutscher Qualitätswein“ und „Deutscher Prädikatswein“. Welchen Unterschied haben diese Stufen der Qualität und was zählt dann als Land- oder Tafelwein?

Selten in Deutschland: Tafelwein

Als „Tafelwein“ wird die niedrigste Qualitätsstufe bei Weinen bezeichnet, da er keiner besonderen Prüfung unterzogen wird. Während in anderen Ländern Trauben und Rebsorten aus ganz Europa verwendet werden, darf Tafelwein in Deutschland nur aus zugelassenen Rebsorten gekeltert werden und muss einen Mindestalkoholgehalt von 5 % vol. haben. Vor der Gärung kann dem Most Zucker oder konzentrierter Most hinzugefügt werden. Tafelweine machen nur einen geringen Teil der Produktion in Deutschland aus.

Landwein ist herkunftsbeschränkt

Als Landwein wird die Qualitätsstufe über dem Tafelwein bezeichnet. Hier sind die Bestimmungen schon etwas konkreter, was die Herkunft der verwendeten Trauben angeht: Diese dürfen nämlich nur aus einer Region stammen. Das heißt, 85 Prozent der Trauben müssen aus dem Anbaugebiet stammen, das auf dem Etikett verzeichnet ist. Darüber hinaus darf dem Most kein Zucker zugesetzt werden, konzentrierter Traubenmost ist jedoch gestattet. Auch der Mindestalkoholgehalt muss um 0,5 % vol. höher sein, als bei einem vergleichbaren Tafelwein.

Den Hauptanteil machen DQW aus

Die meisten in Deutschland hergestellten Weine gehören zur Qualitätsstufe „Deutsche Qualitätsweine“ bzw. „Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete“ (Q.b.A). Wie die Zusatzbezeichnung schon sagt, dürfen die Trauben nur aus einem der 13 Weinanbaugebiete in Deutschland kommen. Um als Qualitätswein zu gelten, muss der Wein die Qualitätsprüfung bestehen. Die amtliche Prüfnummer finden Sie später auf dem Etikett des Weines. Je nach Rebsorte und Anbaugebiet gelten außerdem unterschiedliche Anforderungen an den natürlichen Alkoholgehalt.

Prädikat zeugt von höchster Qualität

Die strengsten Anforderungen gelten für Deutsche Prädikatsweine. Zusätzlich zu den geltenden Bestimmungen von Deutschen Qualitätsweinen darf diesen Weinen kein Zucker mehr zugesetzt werden und je nach Prädikat gelten Mindestmostgewichte, die erreicht werden müssen. Weine können eines der folgenden Prädikate erhalten: Kabinett, Spätlese, Auslese, Beerenauslese, Trockenbeerenauslese und Eiswein.