Ausflugsziel Burg Querfurt

Ausflugsziel Burg Querfurt

Wer die Region Saale-Unstrut besucht, sollte auch der Burg Querfurt unbedingt einen Besuch abstatten. Die im Süden Sachsen-Anhalts gelegene Höhenburg gehört nämlich zu den größten mittelalterlichen Burganlagen in Deutschland. Sie liegt gut erreichbar an der Straße der Romanik, die durch die Gegend führt.

Burg Querfurt – lebendige Geschichte

Die älteste Bausubstanz, die sich auf Burg Querfurt finden ließ, stammt aus dem 10. Jahrhundert. Seit diesem frühen Zeitpunkt wurde die Burganlage kontinuierlich durch zusätzliche Gebäude erweitert und auch entsprechend der Stilepoche umgestaltet. Entsprechend vereint die Burg steinerne Zeugen aus ganz verschiedenen Zeiten. So stammt der „Dicke Heinrich“, ein Rundturm, aus dem 12. Jhd.; die Etagen des „Marterturms“ stammen aus dem 13. und 4. Jhd. Der „Pariser Turm“ wurde ebenfalls im 14. Jhd. erbaut, wobei die typische Zwiebelhaube erst im 17. Jhd. ergänzt wurde. Mauer- und Grabensystem zeugen von einer Geschichte als Verteidigungsanlage, die Kapelle hingegen von der geistlichen und künstlerischen Vergangenheit.

Heutige Nutzung der Burg Querfurt

Bereits seit den 1950er Jahren beherbergt die Burg Querfurt ein Museum, in dem sich Besucher zur Geschichte der Anlage informieren können. Zusätzlich zur Dauerausstellung „Leben im Krieg und Frieden“ mit Objekten aus der direkten Burggeschichte werden auch archäologische Funde der Ur- und Frühgeschichte ausgestellt.

Aufgrund der sehr gut erhaltenen bzw. restaurierten Substanz war Burg Querfurt seit 2008 immer wieder Kulisse für verschiedenste Filmproduktionen. Darunter unter anderem für Neuauflagen deutscher Märchen oder für internationale Projekte wie „Der Medicus“, für den Teile der Dreharbeiten in der Burganlage stattfanden.

Regelmäßige Veranstaltungen

Neben einem mittelalterlichen Burgfest und einem Ritterturnier findet jährlich im Dezember der „Querfurter Weihnachtszauber“ statt. Der mittelalterliche Weihnachtsmarkt in der Burganlage erfreut sich großer Beliebtheit bei Einheimischen und Touristen. Zu entdecken gibt es unter anderem kulinarische Spezialitäten und Handwerkskunst aus der Region. Über 80 Händler und Stände laden zum Verweilen, Mitmachen und Kosten ein. Dabei ist sicher das ein oder andere Glas Winzerglühwein drin 😉