Ausflugsziele in Saale-Unstrut zu Ostern entdecken

Ausflugsziele in Saale-Unstrut zu Ostern entdecken

Osterbrot, Lammbraten, Schokoladenhase und natürliche jede Menge bunte hartgekochte Eier – wie bei vielen Feiertagen steht an Ostern das Essen im Mittelpunkt. So schmackhaft diese Schlemmerei auch ist, dabei bleiben Bewegung und Abwechslung doch ein wenig auf der Strecke. Wie wäre es also, wenn Sie mindestens einen der freien Tage dafür nutzen, einen Ausflug mit der ganzen Familie zu unternehmen? In ganz Deutschland gibt es viele Ausflugsziele, die sich für einen kurzen Entdeckungstrip lohnen. Ganz oben auf der Liste: die Region um Saale und Unstrut.

Ausflugsziele in Saale-Unstrut: So macht die Eiersuche in der Natur Spaß

Die idyllische Landschaft zwischen den beiden Flüssen Saale und Unstrut bringt nicht nur unsere schmackhaften Weine hervor, sie lädt auch besonders jetzt in der Frühlingszeit zu entspannenden Spaziergängen ein. Wenn die ersten Frühblüher aus dem Boden schauen und die Bäume ihre Knospen zeigen, können Sie zu Ostern die Natur umfassend genießen. Wem das aber zu unspektakulär erscheint, für den haben wir 4 historische Bauwerke und malerische Ausflugsziele zusammengestellt. So bieten Sie Ihrer Familie ein abwechslungsreiches Osterprogramm!

1. Zisterzienserkloster Sanctae Mariae ad Portam in Schulpforte
Einige der ersten Weinreben der Region wurden im Zisterzienserkloster in Schulpforte gepflanzt, dabei wurden sie sorgfältig von den Mönchen des Klosters gepflegt. Die Schlichtheit der Mönche spiegelt sich auch in dem historischen Gebäude wider. So ist die Klosterkirche frei von bunten Farben und verfügt auch nicht über den Stützenwechsel, der typisch für die romanische Zeit war. Dabei ähnelt die Kirche einem gotischen Bauwerk, weil sie ab 1251 auf ihren romanischen Fundamenten im Stil der gotischen Epoche neuerrichtet wurde. Seine romanischen Wurzeln kann man teilweise noch im Inneren der Kirche erkennen: Romanische Pfeiler, ein mit Blendarkaden verzierter, steinerner Blockaltar und ein Triumphkreuz aus der Romanik sind einige markante Beispiele dafür. Mitte des 16. Jahrhunderts wurde das Kloster als fürstliche Landesschule genutzt. Berühmte Schüler des Hauses waren dabei Friedrich Gottlieb Klopstock, Johann Gottlieb Fichte, Friedrich Nietzsche oder Leopold von Ranke. Wer auf dessen Spuren wandeln möchte, ist in der alten Klosteranlage genau richtig, die übrigens in großen Teilen noch für Besucher zugänglich ist.

2. Rudelsburg in Saaleck
Wundern Sie sich nicht, wenn Sie beim Besuch dieser Burg denken: „Kenn ich diesen Anblick nicht?“ Denn hier gibt es den „Malerwinkel“, dessen Anblick schon von vielen Künstlern auf Leinwand festgehalten wurde. Das besondere des imposanten Gebäudes ist die strikte räumliche Trennung von Kern- und Vorburg. Während erstere im Mittelalter nur den Burgherren zur Verfügung standen, war die Vorburg für Bedienstete angelegt. Dieser Teil war strikt durch eine Ringmauer mit zwei gesicherten Toren und einen Graben gesichert. Wenn Sie die Aussicht über die gesamte Umgebung genießen wollen, sollten Sie den Aufstieg auf den Bergfried auf keinen Fall verpassen. Übrigens: Der naheliegende Wald ist auch perfekt für die Eiersuche für Kinder und Enkel geeignet. Hier lassen sich die kleinen Überraschungen sehr gut verstecken und die Kleinen freuen sich über die abwechslungsreiche Ostersuche.

3. Arche Nebra
Lange Zeit unbekannt, rückte 2002 die Himmelscheibe von Nebra ins Auge der Öffentlichkeit. Dabei handelt es sich um eines der bedeutendsten archäologischen Funde der letzten Jahrzehnte, denn die 3.600 Jahre alte Bronzescheibe zeigt die älteste bisher bekannte konkrete Darstellung des Kosmos. So gewährt sie einen Einblick in das mitteleuropäische Weltbild der Bronzezeit und ist damit ein eindeutiges Zeugnis der Menschheitsgeschichte.


4. Schloss Neuenburg in Freyburg
Die Neuenburg entstand in drei Bauphasen zwischen 1062-1227. Sie war nur über einen steilen Fußweg zu erreichen und gut vor Eindringlingen geschützt. Zur Sicherung des Besitzes gegenüber den Ansprüchen der Naumburger Bischöfe ließ Ludwig der Springer die Burg erbauen. Im 16. Jh. wurde sie zum Wohnschloss umgebaut. Erhaltene romanische Teile sind der Bergfried, welcher auch als Dicker Wilhelm bezeichnet wird, ein Wohnturm und die Doppelkapelle der Heiligen Elisabeth. Diese um 1180 im typisch romanischen Baustil errichtete Kappelle besteht aus einem oberen und einem unteren Raum. Oben nahmen Adlige am Gottesdienst teil und wurden so nicht vom Gesinde im Erdgeschoss gestört. Die beiden Räumen verfügen über unterschiedliche Ausstattungen. Der obere Bereich ist prunkvoller gestaltet. Vier gebündelte Säulen bilden dort die Mittelstütze und auch die Kapitelle und Friese sind von besonderer Qualität. Im Fußboden ist noch immer eine vergitterte Öffnung vorhanden, wodurch Gottesdienste auch im oberen Geschoss hörbar waren. Im romanischen Bergfried kann das Schlossmuseum besucht werden.

Die Region um Saale und Unstrut bietet vielfältige Ausflugsziele, die einen abwechslungsreichen Feiertag ermöglichen. Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie auf jeden Fall erholsame und unterhaltsame Ostern!