Deutsche Weine – Diese Sorten müssen Sie kennen!

Deutsche Weine – Diese Sorten müssen Sie kennen!

Die deutsche Weinlandschaft ist mittlerweile überaus vielfältig. Kreuzungen und erlesene Kombinationen (Cuvées) sowie unterschiedliche Ausbaustufen machen die Wahl manchmal sogar zur Qual. Doch es gibt einige Deutsche Weine, die als echte Klassiker gelten – und das nicht nur hierzulande! Wir stellen Ihnen einige Weinsorten vor, die Sie unbedingt kennen sollten und die im Zweifel immer passen.

Deutsche Weine als beliebte Klassiker

Riesling – die Nummer 1
Denkt man an Deutsche Weine, prägt der Riesling wie keine Zweiter diese Vorstellung davon. Bereits seit dem 15. Jahrhundert ist die Sorte bekannt und in deutschen Landen heimisch. Vermutet wird eine direkte Abstammung von wilden Weinreben. Riesling gedeiht in allen deutschen Qualitätsweinanbaugebieten und schmeckt dabei immer ein wenig anders. Der Weißwein gehört nämlich zu den eher anspruchsvollen Sorten, die nicht in jedem Boden und bei jedem Klima wächst. Die fertigen Rieslingweine bestechen durch eine feinrassige Säure und ein Bukett nach Pfirsichen und Aprikosen. Besonders hervorzuheben ist die Vielfalt des Rieslings, was wahrscheinlich zu seiner Popularität beiträgt: Es gibt ihn in allen Ausbaustufen, also als jungen frischen trockenen Wein, ebenso wie edelsüße Aus- und Spätlesen. Zu Recht ein Klassiker!

Müller-Thurgau – der Schweizer unter den Deutschen
Obwohl er ursprünglich gar nicht von hier stammt, ist der Müller-Thurgau die am zweithäufigsten angebaute deutsche Rebsorte. 1882 entstand die neue Sorte durch eine Kreuzung von Riesling und Madelaine Royale im Schweizer Kanton Thurgau. Von dort aus verbreitete sich der Weißwein schnell in Europa und steht heute in den deutschen Qualitätsweinanbaugebieten auf rund 13.000 Hektar Rebfläche. Der Müller-Thurgau besticht durch einen Geschmack nach Äpfeln, Aprikosen und Walnüssen. Ihm eigen ist außerdem eine leichte Muskatnote, die am besten im trockenen Ausbau zur Geltung kommt.

Spätburgunder – der Edle und Alte
Deutsche Weine haben eine lange Tradition und sind häufig schon seit vielen Jahrhunderten hier heimisch. Zu diesen sehr alten Sorten zählt auch der edle Spätburgunder. Ursprünglich aus der französischen Region Burgund stammend, hat die Sorte bereits um 884 ihren Siegeszug nach Deutschland angetreten. Zu Recht: Bis heute steht sie an der Spitze, sie die am häufigsten angebaute Rotweinsorte in den deutschen Anbaugebieten. Nach Süden gerichtete Hanglagen sowie warme, fruchtbare Böden mit Kalkanteil sind optimal und lassen den besonderen Wein mit der tief dunklen Farbe entstehen. Charakteristisch ist ein samtenes und fruchtbetontes Aroma nach Erdbeeren, Kirschen und Brombeeren. Der Ausbau im Barriquefass verleiht dem Wein zusätzlich feine Vanille-Zimt-Aromen. Ein echter Genuss!

Dornfelder – der ausgesuchte Rote
Deutsche Weine gibt es für jede Jahreszeit – ein Klassiker im Herbst ist der Dornfelder. Die Sorte ist nach dem Spätburgunder die Nummer 2 unter den klassischen und meistangebauten Rotweinen in Deutschland. Entstanden ist der Rotwein als Kreuzung zwischen Helfensteiner und Heroldrebe. Zunächst wurde er vor allem aufgrund seiner tiefroten Farbe als Verschnittwein genutzt, bis er in den 1970er Jahren zunehmend Bedeutung als eigenständiger Rotwein bekam. Seither wird er nicht nur von Weinkennern sondern auch von Winzern sehr geschätzt. Besonders gut schmeckt der rote Klassiker mit seinem Bukett nach Kirschen, Brombeeren und Holunderbeeren zu kräftig gewürzten Gerichten.

Silvaner – die Vielfalt im Glas
Zwar wird er heute nicht mehr ganz so oft angebaut wie noch in den 1970er Jahren, dennoch erfreut sich der Silvaner nach wie vor einer großen Beliebtheit. Kein Wunder, denn der Weißwein ist so vielfältig wie fast keine andere Sorte. Sie spiegelt die jeweilige Bodenbeschaffenheit in ihrem Geschmack wieder und damit gleicht kein Silvaner dem anderen. Es handelt sich um einen herrlich frischen, feinfruchtigen Wein mit zarter Holunderblütennote, der ideal in den Frühsommer passt. Menüs mit Spargel und anderem feinen Gemüse der Saison werden durch den unkomplizierten Weißwein aufgewertet. Ein Klassiker, den es zu probieren gilt!

Deutsche Weine – ein Qualitätsmerkmal

Deutsche Weine werden in eine Art Qualitätspyramide eingeordnet. Ja nach Stufe erfüllen sie bestimmte Anforderungen. Die meisten Weine hierzulande sind sogenannte „Deutsche Qualitätsweine“. Das bedeutet, dass die Trauben aus einem der 13 deutschen Qualitätsweinanbaugebiet stammen müssen. Zudem gibt es Bestimmungen je nach Rebsorte und Gebiet sowie bezüglich des natürlichen Alkoholgehalts.