Ein kleiner Champagner-Exkurs

Ein kleiner Champagner-Exkurs

Wussten Sie, dass jährlich etwa 185 Millionen Flaschen Champagner in Frankreich getrunken werden? Das ist ungefähr die Hälfte des weltweiten Konsums von Perlwein. Auch die Briten sind mit knapp 28 Millionen Flaschen gut dabei und liegen auf dem 2. Platz. Vor allem in gehobeneren Kreisen wird Champagner gerne getrunken. Man sollte jedoch beim Öffnen einer Flasche aufpassen, denn der Druck in der Flasche ist dreimal höher als in einem Autoreifen. Das ist ein Grund mehr, sich das edle Getränk einmal näher anzuschauen. Wir nehmen Sie mit auf einen kleinen Champagner-Exkurs von der Herstellung bis zur Fertigstellung des perlenden Tropfens.

 

 

Die Herstellung von Champagner

Champagner wird aus Trauben hergestellt, die in einem ganz bestimmten Gebiet wachsen – in der Champagne, nordöstlich von Paris. Der Perlwein entsteht dadurch, dass man Weißwein zum zweiten Mal vergärt. Dazu fügt man sogenannte Fülldosage, ein Wein-, Zucker- und Hefegemisch, hinzu. Danach wird der Wein mehrere Monate beziehungsweise Jahre gelagert. Bei der Gärung entsteht Kohlenstoffdioxid, welches in der verschlossenen Flasche bleibt und für die charakteristischen Bläschen in dem Schaumwein sorgt. Am Ende enthält der Wein etwa 1,2 Vol. % mehr Alkohol als zu Beginn.

 

Das Degorieren zur Entfernung der Hefe

Nach der Lagerung, die zwischen 9 Monaten und 5 Jahren dauern kann, muss die Hefe entfernt werden, da man sie nicht mit trinkt. Zu diesem Zweck werden die Champagnerflaschen für etwa 40 Sekunden in ein Eisbad getaucht, wodurch die Hefe gefriert. Beim Entkorken der Flasche, dem eigentlichen Degorieren, schießt sie dann durch den Druck nach draußen – der Champagner ist klar und kann getrunken werden.

 

Die „Versanddosage“ des Champagner

Bevor die Champagnerflaschen endgültig für den Versand fertig ist, muss er nochmals „dosiert“ werden. Damit ist gemeint, dass man einen mit Zucker versüßten Wein hinzu gibt. Dadurch füllt man einerseits die Flaschen nach dem Degorieren wieder auf und andererseits erhält der Perlwein so seine Süße. Auf diese Art und Weise wird der Geschmack des Getränks harmonisisert.

 

Wussten Sie schon?

Champagner
Die meisten Champagner haben keine Angabe des Jahrgangs auf ihrem Etikett. Das liegt daran, dass sie aus den Weinen von zwei oder mehreren Jahrgängen hergestellt werden. Dieses Zusammenstellen der Grundweine zu einem harmonischen, neuen Weingemisch nennt man Assemblage. Die Kunst von hochangesehenen Champagnerherstellern ist es, möglichst viele gleichartige Flaschen des Perlweins zu produzieren.