Warum variiert die Herstellungsdauer von Wein?

Warum variiert die Herstellungsdauer von Wein?

Wein ist nicht gleich Wein. Das gilt auch für die Herstellung. So variiert die Herstellungsdauer je nach Weinsorte. Aber wodurch kommt das? Worin unterscheiden sich die einzelnen Prozesse voneinander? Die Auflösung finden Sie hier.

Gleiche Arbeitsschritte, unterschiedliche Reihenfolge


Sowohl die Herstellung von Rot- als auch Weißweinen besteht aus verschiedenen Arbeitsschritten. Diese sind in der Regel unabhängig von der Weinsorte identisch. Allerdings unterscheidet sich die Reihenfolge der Arbeitsschritte. So beginnt jede Weinerstellung zunächst mit der Weinlese, dann folgt das Abbeeren sowie Maischen. Beim Rotwein geht es dann mit der Gärung weiter, während beim Weißwein das Keltern folgt. Danach wird bei beiden Sorten eine optionale Schwefelung durchgeführt. Anschließend folgt beim Rotwein das Keltern, beim Weißwein die Gärung. Mit dem Abstich, der Reifung sowie Lagerung schließen beide Herstellungsprozesse ab.

Herstellungsdauer: Unterschiede je nach Qualität


Ein Grund, weshalb die Herstellungsdauer je nach Wein unterschiedlich lang ist, liegt zum einen an den unterschiedlichen Qualitätsausprägungen des jeweiligen Weines. So gibt es beispielsweise beim Pressen der Trauben insgesamt drei Stufen, die unterschiedlich lange dauern. Die Wahl der jeweiligen Stufe hängt dabei vom erwünschten Qualitätszustand des Mostes ab. Als Beispiel liefert der Seihmost den qualitativ besten Wein.

Auf die Farbe kommt es an


Allgemein dauert die Herstellung von Rotwein länger, da hier die Farbextraktion aus der roten Beerenhaut so entscheidend für die intensive Farbe ist. So dauert beispielsweise die Gärphase bei Rotweinen länger, um möglichst viel Farbe zu gewinnen. Je nach Farbintensität kann dann die individuelle Herstellungsdauer noch einmal variieren.

Die Ausbaustufe


Als weiteren wichtigen Grund, der die unterschiedliche Herstellungsdauer von Weinen erklärt, kann die Ausbaustufe des Weines genannt werden. So entsteht beispielsweise ein lieblicher Wein, wenn die Gärung unterbrochen wird, dagegen entsteht ein trockener Wein, wenn man den Most durchgären lässt.

Die Reifung und Lagerung


Auch bei der Reifung und Lagerung des Weines kann es Unterschiede geben. Zum einen variiert die Reifedauer von jungen Weinen und unterscheidet sich dabei auch nach der gewünschten Lagerfähigkeit des Weines. Daneben können Weine sowohl in Holzfässern als auch in Stahltanks lagern, was ebenfalls mit einer unterschiedlichen Dauer verbunden ist.