Neujahr – Traditionen zum Jahreswechsel

Neujahr – Traditionen zum Jahreswechsel

Das alte Jahr ist so gut wie vorbei und Silvester steht vor der Tür. Dabei gibt es zahlreiche Sitten und Bräuche in Deutschland, damit Neujahr unter einem guten Stern steht. Bleigießen, Feuerwerksknaller oder Raclette, dass sind nur einige Beispiele, die zu diesem besonderem Tag gehören. Was sich genau dahinter verbirgt, zeigen wir Ihnen in unserem Beitrag.

Neujahr – so starten Sie am besten in 2017

neujahr-bleigiessen
Seit jeher beschäftigen sich die Menschen damit, was ihnen die Zukunft bringen wird. Da ist es nicht verwunderlich, dass diese Deutung für so etwas wichtiges wie der Beginn des neuen Jahres eine große Rolle spielt. Bleigießen ist deswegen in den meisten deutschen Haushalten vom Silvesterabend nicht wegzudenken. Dabei wird ein kleines Stück Metall zum Beispiel in einem Teelöffel über einer heißen Flamme geschmolzen und danach sofort in eine Glasschüssel mit kaltem Wasser gekippt. Durch das plötzliche Abkühlen erstarrt die Masse und nimmt eine bestimmte Form an.

Man vergleicht anschließend diese Form mit einem markanten Symbol und erhält auf diese Weise einen „Hinweis“ darauf, was nach Neujahr passiert. Ähnelt dieses erstarrte Metall z.B. einem Engel verspricht dies Herzensruhe und ein glückliches Alter. Wussten Sie, dass der Name Bleigießen irreführend ist? Da Blei hochgiftig ist, verwendet man für diese Tradition nämlich Zinn.

Raclette oder Fondue – gesellige Essensbrauch für gute Freunde

silvester raclette
Sowohl für Raclette als auch Fondue geht es vor allem darum, im geselliger Runde seine Speisen am Tisch zuzubereiten. Weil hier immer nur kleine Häppchen fertig werden, muss man für beide Varianten viel Zeit mitbringen. Da der letzte Tag vor Neujahr bis mindestens 0 Uhr und mit Freunden begangen wird, bietet sich die Zubereitung der Speisen auf diese Art an. So kann man bei angeregten Gesprächen in Ruhe immer wieder neue Kreationen zusammenstellen, ohne dass der Gastgeber in die Küche „verbannt“ wird.

Silvesterknaller und „Guten Rutsch“ zum Jahreswechsel

Besonders Kinder freuen sich zu dieser Zeit auf das Knallen von Feuerwerkskörpern und kleinen Knallkörpern. Dieses Brauchtum wurde ursprünglich zelebriert, um die bösen Geister aus dem alten Jahr nicht ins neue mitzunehmen und zu vertreiben. Gleichzeitig drückte man darüber die Freude aufs neue Jahr aus. Heutzutage gibt es auch Knallbonbons und Tischfeuerwerke, die mit kleinen Figuren gefüllt sind – Kinder lieben diese Utensilien an Silvester besonders.

In den Tagen vor Neujahr, aber auch am Silvesterabend hört man immer wieder den Ausruf: Guten Rutsch! Was heißt dieser Ausdruck? Tatsächlich bedeutet „rutschen“ auch „reisen“. Man wünscht seinem Gegenüber also eine gute Reise ins neue Jahr. Übrigens wird dieser Wunsch ungefähr seit 1900 an Silvester formuliert.

Kein Silvester ohne Sekt

Spätestens um 0 Uhr zum Jahreswechsel hört man in den meisten deutschen Haushalten die Sektkorken knallen. Denn auch das Anstoßen mit diesem Getränk ist ein fester Bestandteil von Silvester. Begleitet von guten Glückwünschen für die nächsten 365 Tage soll damit ein froher Start ermöglicht werden. Auch unser traditionsreicher Winzersekt ist für diesen, aber auch andere besondere Anlässe genau passend. Kleiner Tipp: Sekt schmeckt bei einer Trinktemperatur von acht bis neun Grad Celsius am besten. Stellen Sie ihn am besten rechtzeitig kühl.
Wir wünschen allen einen guten Rutsch ins neue Jahr!