Die Farbe des Sommers: Roséwein

Die Farbe des Sommers: Roséwein

Rosé ist die Lieblingsfarbe vieler Genießer, wenn im Sommer die Garten- und Grillfeste in der Hochsaison stattfinden. Denn Roséweine erfüllen in all ihren Varianten die Wünsche des Gaumens.
Vom Lachs bis zum gegrillten Hähnchen ist er ein wahrer Genuss für viele leicht scharfe Gerichte. Aufgrund ihrer besonderen Leichtigkeit, Fruchtigkeit und Frische sind die deutschen Roséweine die perfekten Sommerweine, so ist es kein Wunder, dass der Roséwein bereits der Lieblingswein des Sonnenkönigs Ludwig XIV. war. Eine wachsende Zahl von Verbrauchern schätzt den Rosé. Jede zehnte in Deutschland gekaufte Weinflasche ist rosa. Übrigens sind die deutschen Produzenten im eigenen Land bei Roséwein mit Abstand Marktführer.

Wie entsteht ein Rosé?

Nicht jeder Roséwein wird “Rosé” genannt. In Deutschland findet man auch den Begriff “Weißherbst” auf manchen Roséweinetiketten. Beide Begriffe werden jedoch synonym verwendet, da sie sich in der Herstellung nur unwesentlich unterscheiden. Weißherbstweine werden ausschließlich aus einer einzelnen Rebsorte hergestellt, die auf dem Etikett angegeben ist.

Beiden gemeinsam ist, dass sie aus Rotweintrauben hergestellt werden, aber als Weißweintrauben verarbeitet werden. Die meisten roten Trauben enthalten hellen Fruchtsaft – die roten Farbstoffe befinden sich in der Beerenhaut.

Für die Zubereitung von Rosé werden die roten Beeren zunächst nur leicht gepresst. Diese so genannte Maische wird dann etwas ruhen gelassen, damit die Farbpigmente Zeit haben, von der Traubenschale in den Saft überzugehen. Wenn der Traubensaft die gewünschte Farbintensität erreicht hat, wird die Maische gepresst und der roséfarbene Most zu Wein vergoren.

Wenn die roten Trauben sehr schonend ohne Mazeration gepresst werden, entsteht der immer häufiger vorkommende “Blanc de Noir”. Er ist farblich nicht von einem Weißwein zu unterscheiden. Die Weine haben jedoch ein ganz besonderes Aroma. Sie verbinden die Fülle eines Rotweins mit der Frische eines Weißweins.

Ebenso werden auch Roséweine geperlt, d.h. mit Kohlensäure vermischt und als prickelnder Secco angeboten. Darüber hinaus findet man sie oft zum Winzersekt veredelt auf vielen Weinkarten.

Roséweine nicht zu lange lagern

Jung getrunken schmecken Rosé und Weißherbst am besten, da in den ersten Jahren die Fruchtaromen am stärksten ausgeprägt sind. Sie sind selten für eine langfristige Lagerung vorgesehen, daher sollten sie nicht länger als ein bis zwei Jahre aufbewahrt werden. Wie alle Weine sollten auch sie an einem kühlen, dunklen Ort mit möglichst geringen Temperaturschwankungen gelagert werden.

Roséwein kühl servieren – bei etwa 9 – 11 ° C im Sommer

Roséweine sind wunderbare Begleiter bei Grill- und Garten- oder Balkonpartys. Es ist zu beachten, dass im Sommer alle Weine besser schmecken, wenn sie einige Grad kühler als im Winter serviert werden. Auch der zugesetzte Wein erwärmt sich innerhalb kürzester Zeit um bis zu drei Grad Celsius. Es ist daher ratsam, ihn beim Einschenken etwas kälter zu servieren. Ein Roséwein oder “Weißherbst” hat die richtige Trinktemperatur im Sommer bei etwa 9 – 11 ° C.

Rosé als Partner für den Punsch

Jeder Punsch ist so gut wie der Wein und Schaumwein, den Sie verwenden: Nur gute Zutaten machen eine gute Bowle aus. Rosé und Weißherbst sind ausgezeichnete Partner für eine frische, fruchtige Sommerbowle. So harmoniert zum Beispiel ein Dornfelder Rosé in Geschmack und Farbe besonders gut mit Erdbeeren.

Rosé ist ein hervorragender Menü-Begleiter

Rosé und Weißherbst können als Vorspeise z.B. zu Tapas oder Antipasti serviert werden – oder in ihren prickelnden Variationen. Köche und Sommeliers empfehlen auch verschiedene Fisch- und Grillgerichte. Typisch für ihre Art ist der geringe Gehalt an Fruchtsäure und Tannin. Deshalb genießen viele Weinliebhaber auch gerne Rosé zu fernöstlichen Speisen wie Currys oder thailändischen Gerichten. Darüber hinaus harmonieren milde, halbfeste Käse wie Edamer oder junger Gouda mit zarten frischen und trockenen roséfarbenen Weinen.

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