Saale Unstrut: Kultur, Historie und Landschaft einzigartig vereint

Saale Unstrut: Kultur, Historie und Landschaft einzigartig vereint

Saale Unstrut – eine Region mit Geschichte, Kultur und ladschaftlicher Schönheit. Die beiden Flüsse Saale und Unstrut geben der Region in Mitteldeutschland – zwischen Leipzig, Halle und Magdeburg – ihren Namen, die sich durch vielfältige Landschaften, beeindruckende Kulturdenkmäler und historische Sensationen auszeichnet.

Die Saale-Unstrut-Region, durch die die Südroute der Straße der Romanik führt, ist einerseits berühmt für seine Burgen, Schlösser und Kirchen. Andererseits befindet sich hier das nördlichste Qualitätsweinanbaugebiet Deutschlands. Das rund 760 Hektar große Weinbaugebiet Saale Unstrut, in dem seit über 1000 Jahren Weinbau betrieben wird, liegt in den Bundesländern Sachsen-Anhalt (639 ha) und Thüringen (108 ha). Aber auch die in Brandenburg gelegenen Weinhänge um Werder (Havel) (10 ha) gehören zum Qualitätsweinanbaugebiet Saale Unstrut.

Doch die Region hat nicht nur Qualitätswein zu bieten:

Das Unstruttal

Das Unstruttal verbindet entlang der Unstrut Rad-, Wander- und Wassererlebnisse auf einzigartige Weise und wartet dabei mit einer Angebotsvielfalt an Sehenswürdigkeiten von A wie „Arche Nebra“ bis Z bis „Zeddenbacher Mühle“ auf. Die idyllischen Pfade durch die malerische Weinlandschaft und die historischen Städte laden nicht nur Kultur- und Weinliebhaber zum Verweilen ein. Lern- und Erlebnispfade bieten die Möglichkeit, sich umfassend zum historischen Erbe der Region zu informieren. Die Highlights sind dabei der Fundort der Himmelsscheibe von Nebra oder die Anlage des Gosecker Sonnenobservatorium, die eine spannende Reise durch die Gezeiten und Gestirne versprechen.

Zum Unstruttal gehören unter anderem die Orte Goseck, Freyburg, Balgstädt, Laucha, Gleina, Karsdorf und Nebra.

Der Naturpark Saale Unstrut Triasland

Ein einzigartiges landschaftliches Erlebnis bietet der Geo-Naturpark „Saale-Unstrut-Triasland“, der sich mit einer Fläche von ca. 103.737 Hektar über Gebiete des Burgenlandkreises, des Saalekreises und Gemeinden in Thüringen erstreckt. Wälder, Flussauen, Trockenrasen mit Orchideen, Weinberge, Streuobstwiesen, Burgen, Schlösser, Klöster, sympathische Kleinstädte und liebliche Dörfer machen Landschaft, Kultur und Geschichte lebendig. Ob zu Fuß, auf dem Fahrrad oder auf dem Wasser – der Naturpark kann mit allen Sinnen erlebt und entdeckt werden.

In Mitten des Naturparks befindet sich der Schauweinberg in Freyburg. Der Herzogliche Weinberg versprüht mit seinem barocken Weinbergshäuschen und dem Weingarten aus dem 18. Jahrhunderts den Zauber des Saale-Unstrut-Weines.

Der Dolmenradweg

Radwanderweg Dolmenweg Kennzeichnung

Kennzeichnung des Radwanderwegs

Der Dolmenradweg hat eine Länge von etwa 52 km und führt von Querfurt über Langeneichstädt, dem Geiseltalsee-Rundweg, Braunsbedra und Roßbach bis nach Pettstädt und Goseck. Auf dem Radweg kann so die Geschichte und die Landschaft ideal erkundet werden. Sehenswertes entlang des Radweges sind z.B. das Steingrab mit dem Fund der Dolmengöttin bei Langeneichstädt, das Sonnenobservatoriums bei Goseck und der Hassesee in Lunstädt. Zudem ist der Dolmenradweg an weitere bekannte Radwege wie dem Himmelsscheibenradweg, dem Goetheradweg, die Saale-Unstrut-Elster Radacht und somit auch an den Saale-Unstrut-Radwanderweg angebunden.

Auf dem Weg zum Weltkulturerbe

Unter dem Titel „Der Naumburger Dom und die hochmittelalterliche Herrschaftslandschaft an Saale und Unstrut” befindet sich die Region im Aufnahmeverfahren für die Unesco-Welterbe-Liste als weltweit einzigartiges Kulturdenkmal.

Die Kulturlandschaft, die zwischen Saale und Unstrut von beeindruckende Kulturdenkmälern geprägt ist, führt ihren Besuchern noch heute die Entwicklungen einer ganzen weltgeschichtlichen Epoche lebendig vor Augen. Vom Naumburger Dom mit seinen weltbekannten Stifterfiguren über Schloss Neuenburg und Kloster Pforte bis zu den Burganlagen von Schönburg, Goseck, Saaleck und Rudelsburg erinnert die Region an die Blütezeit des Hohen Mittelalters. In dieser Epoche zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert gab es gesellschaftliche Entwicklungen, die einen Aufschwung mit sich brachten, der mit der Gründung von Städten und Dörfern sowie dem Bau imposanter Kirchen, Klöster und Burgen verbunden war.

In diesem Zusammenhang bewirbt sich die Region Saale Unstrut mit dem Titel „Der Naumburger Dom und die hochmittelalterliche Herrschaftslandschaft an Saale und Unstrut“ um Aufnahme in die Welterbe-Liste.
 

 

Die Himmelsscheibe von Nebra

Die Himmelsscheibe von Nebra ist die erste konkrete Himmelsdarstellung der Menschheitsgeschichte und gilt somit als Jahrhundertfund der Archäologie. Die Bronzescheibe ist über 3.600 Jahre alt und zeigt ein Bild des Himmels aus der Bronzezeit.

Zu sehen ist der Sensationsfund im Landesmuseum für Vorgeschichte Halle, das eine der bedeutendsten archäologischen Sammlungen Europas beherbergt. Neben der Bronzescheibe sind die beigegebenen Schwerter, Beile und Armspiralen sowie die ersten Fürsten Mitteldeutschlands und ihre goldenen Attribute zu sehen.

Am Fundort der Himmelsscheibe verbindet der 30 m hohe Aussichtsturm und das „Himmelsauge“ Himmel und Erde an exakt der Stelle, an der die Bronzescheibe gefunden wurde. Ein senkrechter Schnitt teilt das Bauwerk und markiert die Sichtachse zum Harz mit dem Brocken. Auch heute noch bietet der Aussichtsturm einen beeindruckenden Ausblick, vor allem, wenn zur Sommersonnenwende am längsten Tag des Jahres, die Sonne untergeht.

Im Besucherzentrum nahe des Fundorts wird in einem innovativen Zusammenspiel von wissenschaftlichen Informationen und lebendigen Inszenierungen die spannende Geschichte der berühmten Bronzescheibe präsentiert. Herzstück der „Arche Nebra“ ist das Planetarium.

Sonnenobservatorium bei Goseck

Das Sonnenobservatorium bei Goseck ist der früheste archäologische Beleg für systematische Himmelsbeobachtung. Die imposante Kreisgrabenanlage, die vor 7.000 Jahren vermutlich von steinzeitlichen Bauern errichtet wurde, hat einen Durchmesser von rund 70 m und wurde komplett ausgegraben und danach an der originalen Stelle wieder aufgebaut. Auch heute kann in dem steinzeitlichen Heiligtum wieder der Lauf der Sonne in der Anlage beobachtet und die besondere Akustik im Inneren erlebt werden. Im Informationszentrum im Schloss Goseck veranschaulicht eine familiengerechte Präsentation die Ausgrabungen in Goseck und erläutert die spannenden Phänome der Kreisgrabenlagen.

Großsteingrab von Langeneichstädt

Das jungsteinzeitliche Großsteingrab von Langeneichstädt ist etwa 5.500 Jahre alt und zeugt mit der darin gefundenen „Dolmengöttin“, die in der Grabkammer auf einem 1,76 m langer Menhir dargestellt war, von den Jenseitsvorstellungen steinzeitlicher Menschen. Der Boden der Kammer bestand aus mehreren Schichten dünner Kalkplatten, zwischen denen Archäologen bemerkenswerte Schmuckstücke aus Tierzähnen, Kupfer, Knochen und Bernstein freilegten. Das Großsteingrab kann jederzeit besichtigt werden.