Sekt herstellen: So kommt das Prickeln in den Wein

Sekt herstellen: So kommt das Prickeln in den Wein

Perlend, Erfrischend, Prickelnd – so kennt man Sekt, der gern zum Anstoßen bei zahlreichen Feiern, Events und offiziellen Anlässen gereicht wird. Das Kribbeln auf der Zunge macht ihn aus, doch wie kommen die kleinen Luftbläschen in den Perlwein? Wir sind dem Geheimnis bei der Sektherstellung auf den Grund gegangen.

Nicht jeder Wein darf Sekt werden

Das Grundprinzip der Sektherstellung besteht darin, den Wein in einer zweiten Gärung zu veredeln. Dazu eignen sich jedoch nicht alle Rebsorten. Da Sekt ein frisches Vergnügen beim Trinken bereiten soll, sind vor allem Weine mit feinen Fruchtsäuren als Grundlage geeignet. Nur so kommt der exquisite und typische Geschmack zum Tragen. Ob Weiß, Rubin oder Weißherbst – je nach Sorte wählt der Winzer die passenden Grundweine aus und kombiniert diese so miteinander, dass eine besondere Geschmackskombination dabei entsteht.

So kommt das Prickeln in die Flasche

Die kleinen Perlen, die Sekt so beliebt machen, bestehen aus Kohlenstoffdioxid. Dieses entsteht bei der zweiten Gärung. Damit diese ausgelöst wird, gibt der Kellermeister zu den ausgesuchten Weinen Kristallzucker und Reinzuchthefe hinzu. Wichtig für die Entwicklung vom Wein zum Sekt ist der Druckbehälter, in dem die Gärung stattfindet: Mit Hilfe der Hefe wird der Zucker in Alkohol und CO2 umgewandelt. Letzteres kann nicht entweichen und verbleibt in dem werdenden Sekt. Im Behälter wird der Druck auf sechs Bar erhöht, sodass die Hefezellen aufhören zu arbeiten. Nun muss der Sekt mehrere Monate ruhen, bevor er – befreit von allen Heferückständen – kristallklar in Flaschen abgefüllt wird.

Erst durch das Öffnen der Sektflasche, kann der Druck entweichen und das Kohlenstoffdioxid sammelt sich in kleinen Bläschen, die im Glas aufsteigen und so schön auf der Zunge prickeln.

Hier sehen Sie, wie die Herstellung von Sekt im Detail abläuft: