Silvesterbräuche weltweit

Silvesterbräuche weltweit

Bald ist es wieder soweit, ein Jahr geht zu Ende und ein neues beginnt. Dieser symbolische Neuanfang wird weltweit zelebriert – jedoch auf sehr unterschiedliche Art und Weise. Wir stellen Ihnen fünf Silvesterbräuche vor.

Silvesterbräuche Brasilien: Sommerliche Feierlichkeiten an der Copacabana

Aufgrund der sommerlichen Tempteraturen feiern die Brasilianer Silvester gerne am Meer. Die Copacabana ist am Silvesterabend gefüllt mit Menschen in weißer Kleidung und roter Unterwäsche – ein Zeichen der Fruchtbarkeit und Ehrwürdigkeit gegenüber der Meeresgöttin. Rote Unterwäsche wird auch in Spanien, Italien und Chile traditionell in der Silvesternacht getragen.

Um Mitternacht werden in Brasilien Blumen ins Meer gelegt. Das soll die Wünsche für das neue Jahr in Erfüllung gehen lassen. Ein Sprung über sieben Wellen soll Glück bescheren. Die Zahl sieben hat in Brasilien generell eine symbolische Bedeutung: Wer am Silvesterabend sieben Traubenkerne in ein Papier einpackt und aufbewahrt, dem verspricht der Brauch Glück und Liebe. Traditionell wird an Silvester ein Bohneneintopf namens „feijoada“ serviert, der einen Geldsegen für das neue Jahr bringen soll.

Spanien: Weintrauben um Mitternacht

Der klassische spanische Silvesterabend beginnt mit einem Festessen im engeren Familienkreis. Danach wird auf der Straße weitergefeiert. Schlägt die Kirchenglocke Mitternacht, essen die Spanier traditionell pro Glockenschlag eine Weintraube – das soll die Wünsche für das neue Jahr in Erfüllung gehen lassen. Wer mit dem zwölften Glockenschlag nicht alle Weintrauben gegessen hat, wird im nächsten Jahr Unheil erleben, mahnt der Brauch. Nach Verspeisen der Weintrauben geht es laut und feierlich zu: Man umarmt sich und stößt auf das neue Jahr an. Viele Spanier werfen vorher jedoch noch einen goldenen Ring in ihr Glas, der ihnen für das kommende Jahr Glück bescheren soll.

China: Böse Geister vertreiben zum Neujahrsfest

Silvesterbräuche Chinesisches NeujahrDas chinesische Neujahrsfest findet zwar nicht am 31. Dezember statt, übertrifft aber fast alle anderen Kulturen an Traditionen und Bräuchen. Das Neujahr wird in China zwischen dem 20. Januar und dem 21. Februar gefeiert, das hängt vom Mondkalender ab. 2020 wird das chinesische Neujahr am 25. Januar begangen.

Das Neujahrsfest ist das wichtigste Familienfest Chinas. In Vorbereitung werden einige Silvesterbräuche durchgeführt, die dazu beitragen sollen, dass die Familie im neuen Jahr glücklich und zufrieden ist. Dazu werden die Häuser mit Bambus ausgekehrt. Das soll böse Geister vertreiben. Außerdem wird das Haus mit roten Papierstreifen und goldenen Glückszeichen geschmückt. Um 23 Uhr werden die Fenster geöffnet, um das Glück ins Haus zu lassen, bevor es um Mitternacht ein traditionelles Feuerwerk gibt. Einer chinesischen Sage zur Folge soll so das Ungeheuer Nyan vertrieben werden, das Angst vor der Farbe Rot und vor Lärm hat.

Silvesterbräuche in Griechenland: Spielen um das Glück

In Griechenland gilt Gewinnen als Zeichen des Glücks. Deshalb wird dort am Silvesterabend gespielt was das Zeug hält. Zum Jahreswechsel werden in Griechenland jährlich dreistellige Millionenbeträge erspielt und verspielt. Nicht nur das Gewinnen an sich, sondern auch das Geld sind in Griechenland Zeichen des Glücks. Deshalb wird traditionell Geld in ein Brot eingebacken. Wer beim Verzehr eine Münze findet, wird ein glückliches Jahr haben.

Irland: Gute Geister willkommen heißen

In Irland wird Silvester traditionell im Kreis der Familie mit einem festlichen Essen begangen. Krönender Abschluss ist meist ein Kuchen. Bevor dieser verspeist wird, ist es jedoch Brauch, dass ein Familienmitglied den Kuchen an die Wände und Türen des Hauses stößt. Dies soll sicherstellen, dass es der Familie im kommenden Jahr nicht an Essen mangeln wird. Dadurch werden außerdem das Unglück vertrieben und gute Geister willkommen geheißen. Während die meisten Iren heutzutage nach dem Essen weiterziehen, um das neue Jahr zu zelebrieren, war es früher üblich, das Haus nicht mehr zu verlassen, um den Elfen nicht in die Quere zu kommen, die den Jahreswechsel für ihr Treiben nutzten.

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