Wein als Nahrungsmittel – in der Antike ein beliebtes Produkt

Wein als Nahrungsmittel – in der Antike ein beliebtes Produkt

Wein als Nahrungsmittel, was im ersten Moment komisch klingt, war in vergangenen Zeiten fester Bestandteil im Alltag. Dass Wein nicht nur heutzutage, sondern auch in der Antike ein Genussmittel war, zeigt sich schon an seiner damaligen Bezeichnung als „Getränk der Götter“. Nicht umsonst gab es mit Bacchus in Griechenland einen Gott, der nur diesem gegorenen Traubensaft gewidmet war. Wie wichtig Wein aber wirklich für die Menschen der damaligen Zeit war, lässt sich bei unserer kleinen Reise in die Vergangenheit erkennen.

Dabei war Wein mehr als nur ein Begleiter für vergnügliche Stunden. Zu den meisten Mahlzeiten durfte er nicht fehlen und ersetzte gerade in Zeiten, in denen gelagerte Lebensmittel knapp wurden, diese komplett. Dabei wussten die Griechen sowohl seine Nährstoffe als auch Nährwerte zu schätzen. Dank einfacher Lagerung war Wein das ganze Jahr verfügbar und damit eine zuverlässige Kalorienquelle. Ob auf langen, beschwerlichen Handelsreisen, während der Feldarbeit oder zu Kriegszeiten – in Krügen war das Produkt aus Trauben transportbeständig und langlebig. Dabei stärkte es nicht nur Körper, sondern hob auch die Moral der Arbeiter und Krieger.

Der Wein ist unter den Getränken das Nützlichste, unter den Arzneien das Schmackhafteste, unter den Nahrungsmitteln das Angenehmste. – Plutarch

Wein als Nahrungsmittel – Helfer in schwerer Not

Nicht nur zu den Hochzeiten der griechischen Antike, war der Wein als Nahrungsmittel beliebt. Gerade während der harten Jahre, zum Beispiel unter türkischer Herrschaft, als der Rest Europas die Renaissance erlebte, half Wein den Hunger der Bevölkerung zu stillen. So wurde er als verbreitete und recht günstige Komponente, kombiniert mit Brot, als wichtige Mahlzeit geschätzt.

Dabei schworen die Bewohner auch auf die heilende Wirkung des Getränkes. Sie betrachteten Wein als Medizin, nicht zuletzt wegen der wärmenden, stärkenden und stimmungsaufhellenden Eigenschaften. Allerdings vermischten sie diesen oftmals mit Wasser, um die berauschende Wirkung abzuschwächen. So war es im antiken Athen üblich, schon zum Morgen ein Glas mit verdünnten Wein einzunehmen, so sollten Körper und Geist für den Tag gestärkt werden.