Wein im Restaurant: Die wichtigsten Fakten

Wein im Restaurant: Die wichtigsten Fakten

Wein im Restaurant ist der ideale Begleiter zu einem Menü oder einem ganz besonderen Essen. Ob das Restaurant etwas von Wein versteht, ist bereits an der Weinkarte zu erkennen. Auch beim Servieren und Probieren sollten fähige Kellner einige Regeln und Tipps beherrschen.

Eine gute Weinkarte

Bevor Sie Ihren Wein im Restaurant genießen können, müssen Sie ihn erst einmal auswählen. Eine umfangreiche Weinkarte, die Sie sich extra reichen lassen, kann schon einen guten Hinweis liefern. Hauptkriterium ist, ob der Wein zum Essen passt und so ein stimmiges Gesamtkonzept existiert. Außerdem sollten einige Informationen über den Wein sofort erkennbar sein:

  • Wo kommt der Wein genau her?
  • Welche Trauben wurden verwendet?
  • Welchen Jahrgang hat der Wein?
  • Von welchem Winzer kommt er?

Idealerweise wird bereits beschrieben, was einen erwartet: Ist der Wein fruchtig oder herb? Welche Aromen hat der Wein?

Wein im Restaurant richtig servieren

In einem guten Restaurant wird die Weinflasche zunächst dem Gast mit dem Etikett präsentiert. So kann dieser überprüfen, ob es auch wirklich der Wein und der Jahrgang ist, den er bestellt hat. Danach folgt der Probiervorgang, in dem nur ein kleiner Schluck für den Gast eingeschenkt wird. Dabei sollte das Etikett weiterhin sichtbar sein und der Flaschenhals das Trinkglas nicht berühren.

ANM-Prinzip: Der Probiervorgang

Der Probiervorgang, bei dem es eigentlich darum geht, herauszufinden, ob alles mit dem Wein in Ordnung ist, läuft nach dem ANM-Prinzip – Auge, Nase, Mund – ab. Zu nächst wird der Wein angesehen. Es gilt: Je intensiver die Farbe, desto intensiver der Geschmack.

Im zweiten Schritt wird an dem Wein gerochen. Dazu sollte Glas etwas geschwenkt werden, um mehr Sauerstoff an den Wein zu lassen, der so seine Aromen besser entfalten kann. Wichtig ist außerdem, dass der Mund ebenfalls leicht geöffnet ist, um auch Sauerstoff in den Rachen zu lassen. Riecht der Wein muffig, so hat er möglicherweise einen Korkton und ist nicht genießbar.

Zu guter Letzt kommt der Geschmackstest. Dazu sollte der Wein im ganzen Mund bis zum Gaumen umher gespült werden. Der Schluckwein wird länger als normal im Mund behalten, um die Aromen besser aufzunehmen. Schlürfen ist ausdrücklich erlaubt.

Wurde die Geschmacksprobe bestanden, kann der Kellner den Wein einschenken. Nicht wundern: Dem Gast, der den Wein bestellt hat, wird immer zuletzt eingeschenkt, obwohl er derjenige ist, der die Probierprobe durchführen darf.

Aber aufgepasst, nur weil der Wein nicht schmeckt, kann er nicht automatisch zurückgegeben werden. Eine Reklamation ist im Normalfall nur dann möglich, wenn tatsächlich etwas mit dem Wein nicht stimmt; er also beispielsweise Kork hat. Manche Restaurants nehmen den Wein jedoch aus Kulanz auch dann zurück, wenn er nicht schmeckt.

Kleiner Tipp: Das richtige Wasser zum Wein

Häufig wird zum Wein im Restaurant auch ein Wasser bestellt. Auch hier gibt es eine Faustregel: Zum Rotwein sollte lieber stilles Wasser bestellt werden. Denn so kommt der Wein besser zur Geltung. Zum Weißwein kann sowohl Wasser mit als auch ohne Kohlensäure bestellt werden.