Wein zu Steak: So finden Sie den richtigen Wein

Wein zu Steak: So finden Sie den richtigen Wein

Ob Filet, Entrecôte, Roastbeef oder T-Bone: Bei der Wahl eines passenden Tropfens zum Steak sind Cut und Garstufe entscheidend. Wir sagen Ihnen, worauf Sie bei der Auswahl von Wein zu Steak achten müssen.

Garstufe und Cut bestimmen die Wahl des passenden Weines

Rotwein Kategorie

Rotwein ist sehr tanninreich und passt daher besonders gut zu den Röstaromen von Steak.

Beim Thema Wein und Steak scheiden sich die Geister der Weinliebhaber. Soll es der traditionelle tanninreiche Rotwein sein oder lieber ein Riesling mit einer passenden Restsüße? Bei der Wahl des Weines spielen unter anderem die Röstaromen eine Rolle, die tanninreiche Weine weicher schmecken lassen und zugleich auch noch die Fruchtigkeit des edlen Tropfens betonen.

Doch dies ist nicht das einzige Kriterium, das in Betracht kommt. Schließlich ist Steak nicht gleich Steak. So haben die Garstufe und der Cut bekanntlich deutliche Auswirkungen auf den Geschmack des Steaks. Das liegt zum einen daran, dass Steaks von unterschiedlichen Teilen des Rindes stammen. Bei der Garstufe entscheiden nicht nur die Röstaromen, sondern vor allem das Fett. Während bei einem Rare-Steak das Fett noch nicht weggeschmolzen ist, ist der Vorgang bei einem Well Done hingegen komplett passiert.

Für die Wahl des richtigen Weines bedeutet das: Je mehr Fett, desto höher kann die Weinsäure sein. Denn diese schneidet sich perfekt ihren Weg durch das Fleisch, sodass die Aromen des Weines eine Chance haben.

Wein zu Steak: Viele Tannine zum Rumpsteak

Das Rumpsteak oder auch Roastbeef gilt als eines der beliebtesten Sorten der Deutschen. Das Fleisch stammt aus dem hinteren Rinderrücken. Das knochenlose Fleisch hat an einer Seite einen Fettrand, der dafür sorgt, dass das Steak schön saftig bleibt. Hier geben das Fett und die besonders delikaten Röstaromen bei der Weinauswahl dann auch den Ton an. Zum Rumpsteak passt also ein Wein mit vielen Tanninen und einer schönen Fruchtigkeit. Jeder Wein mit kräftigen Gerbstoffen ist vor allem für medium gegartes Fleisch ideal. Wer sein Steak lieber Rare genießt, sollte aufgrund des Fetts gerne ein wenig mehr Weinsäure drauflegen. Ein trockener, voller Rotwein würde sich beispielsweise gut eignen.

Hohe Weinsäure passt ideal zum Ribeye oder Entrecôte

Das Stück aus dem vorderen Rinderrücken hat zahlreiche Namen, die von Ribeye, Hohe Rippe, Zwischenrippstück bis zu Entrecôte reichen. Für dieses knochenlose Stück ist das Fettauge in der Mitte charakteristisch, das dafür sorgt, dass das Fleisch seinen besonders saftigen Eigengeschmack behält. Um die feinen Fleischaromen nicht mit Röstaromen zu übertünchen, wird das Steak häufig nur kurz gegrillt oder gebraten, so dass das Fettauge in der Mitte nicht gänzlich schmilzt. Durch den hohen Fettanteil kann der Wein zum Steak gerne mehr Weinsäure enthalten. Zugleich wirken sich etwas weniger Gerbstoffe positiv auf das kulinarische Erlebnis aus. Ein fruchtiger Rotwein ist ideal zum Entrecôte.

Edel-Fleisch: Rinderfilet

Eines der feinsten Stücken Fleisch ist das Rinderfilet. Es stammt aus der inneren Lendenmuskulatur des Rückens. Weil der Muskel vom Tier kaum belastet wird, ist es fast frei von Fett. Bei der Zubereitung wird dieses magere Fleisch dementsprechend sanft behandelt und darauf geachtet, dass die Röstaromen nicht so stark ausgeprägt sind. Weine mit geschmeidigen Tanninen passen mit ihrem seidigen Charakter wunderbar zum feinen Fleisch. Wer es fruchtiger mag, kann statt einem Rotwein auch einen Rosé wählen. Dessen zarte Nuancen harmonieren sehr gut mit dem feinen Rindergeschmack. Vor allem im Sommer ist das eine wunderbare Abwechslung.

T-Bone und Tomahawk: Wein zu Steak für echte Kerle

Das T-Bone und das Tomahawk gelten wohl als die Königsklasse der Steaks. Das markante Rippenfleisch des Rindes eignet sich ideal für den Grill und besticht mit entsprechend vielen Röstaromen. Während das T-Bone aus der unteren Rippe stammt und mit seinem T-förmigen Knochen Roastbeef und Filet voneinander trennt, ist beim Tomahawk der Knochen der Hochrippe charakteristisch. Für beide Steaks empfiehlt sich ein Rotwein mit etwas höherer Weinsäure. Dieser passt ideal zum Roastbeef-Stück, ist aber noch fein genug, um das edle Filet zu umschmeicheln.

Auf den persönlichen Geschmack kommt es an

Letztendlich entscheidet jedoch weder der Sommelier noch der Grillmeister über den passenden Topfen, sondern einzig und alleine Ihr persönlicher Geschmack!