Weinreste – 5 Tipps zur Resteverwertung

Weinreste – 5 Tipps zur Resteverwertung

Weinreste lassen sich nicht immer vermeiden – nicht immer schafft man zu zweit eine ganze Flasche Wein oder aber von der Geburtstagsfeier sind noch angerissene Flaschen übrig. Ein wenig halten sich Weine im Kühlschrank, doch irgendwann schmecken sie nicht mehr. Zum Wegschütten sind die edlen Tropfen aber eigentlich zu schade. Deswegen verraten wir Ihnen, wie Sie die Weinreste sinnvoll weiterverarbeiten können.

Nutzen statt Wegschütten

Sie müssen halbvolle Weinflaschen nicht zwingend austrinken, wenn Sie das nicht möchten oder sich gerade keine Gelegenheit findet. Weine, gerade auch hochwertige Tropfen, eignen sich hervorragend, um daraus „Neues“ zu kreieren. An erster Stelle steht dabei natürlich Kochen und Backen.

Tipp 1: Rotweinkuchen backen
Rotwein ist eine würzige Ergänzung für einen Rührkuchen, der dadurch einen ganz besonderen Geschmack bekommt und auch denjenigen schmeckt, die nicht so gern Rotwein trinken. Folgende Zutaten werden benötigt:

  • 250 g Mehl
  • 150-200 ml Reste vom Rotwein
  • 120 g Zucker
  • 4 Eier
  • 160 g neutrales Pflanzenöl
  • 1-2 EL Kakao
  • 100 g geraspelte Schokolade
  • 10 g Backpulver
  • optional 1 TL Zimt und eine Prise gemahlene Gewürznelken

Alle Zutaten vermengen und den Rührteig in eine Gugelhopf- oder Kastenkuchenform geben. Bei 180°C etwa 50-60 Minuten backen – machen Sie am besten die Stäbchenprobe. Mit Puderzucker bestäuben oder den Kuchen mit einer Glasur aus Puderzucker und Rotwein noch verfeinern. Aufgrund der Gewürze passt der Rotweinkuchen ganz hervorragend zur Vorweihnachtszeit!

Weinreste konservieren

Eine weitere Möglichkeit, übriggebliebenen Wein zu nutzen, ist ihn zu konservieren – gerade wenn er nicht gleich verarbeitet werden kann. Sollte Ihnen keiner der beiden Tipps zusagen, können sie die Weinreste auch portionsweise einfrieren. Dazu den Wein einfach auf die Mulden eines Eiswürfelbehälters verteilen! Ansonsten haben wir die folgenden Konservierungs-Tipps:

Tipp 2: Weinessig herstellen
Klar wird Wein auch sauer, wenn man ihn lang genug stehen lässt. Doch häufig bekommt er auch Fehlaromen, die alles andere als ein Genuss sind. Man kann Weinreste beispielsweise mit Wasser verdünnen und kontrolliert Essigbakterien hinzugeben, sodass nach einer Weile Weinessig entsteht. Einfacher ist es, den Wein zu gleichen Teilen mit naturtrübem, pasteurisiertem Apfelessig und Wasser zu mischen. Fertig ist der Weinessig aus Weinresten!

Tipp 3: Weinsalz herstellen
Dafür eignet sich am besten Rotwein, weil er etwas intensiver im Geschmack ist und das selbstgemachte Salz später auch ein optischer Hingucker ist. Füllen Sie dazu die gewünschte Menge grobkörniges Salz in eine Schüssel und füllen sie diese mit Wein so auf, dass das Salz gerade so bedeckt ist. Die Mischung kurz stehenlassen, dann die überschüssige Flüssigkeit abgießen. Die vollgesogenen Salzkörner auf einem Backblech verteilen und bei 50°C Ober-/Unterhitze für etwa 2-3 Stunden trocknen lassen. Das fertige Salz in ein repräsentatives Gläschen abfüllen. Das eignet sich übrigens auch hervorragend als kleines Geschenk oder Mitbringsel.

Weitere Tipps für Weinreste

Was lässt sich außerdem noch mit übriggebliebenem Wein anfangen? Nutzen Sie doch die färbenden und wohltuenden Eigenschaften!

Tipp 4: Natürlicher Farbgeber
Um die Osterzeit herum können Sie Reste vom Rotwein hervorragend nutzen, um Eier auf natürliche Weise zu färben! Dazu einfach die Rotweinreste erwärmen, einen Schuss Essig hinzugeben und die gewünschte Anzahl Eier darin etwas für 20 Minuten köcheln lassen. Das Ergebnis: Wunderschöne violette Ostereier – ganz ohne Chemie gefärbt!

Tipp 5: Natürlicher Badezusatz
Zugegeben, es klingt etwas dekadent, doch Weinreste oder auch schal gewordenen Sekt können Sie einfach als Badezusatz nutzen. Gerade Rotwein werden erfrischende und hautstraffende Eigenschaften nachgesagt. Geben Sie einfach 1-3 Gläser Wein zum Badewasser hinzu und gönnen Sie sich eine kleine Auszeit! Wer noch einen Schritt weitergehen will, kann selbst Badezusätze herstellen. Wein als säurehaltige Zutat kann dabei häufig als Bestandteil verwendet werden.