Wertvoll und alt: Wann wird Wein kostbar?

Wertvoll oder nicht? Alter Wein findet sich häufig in Nachlässen von Verwandten oder bei der Entrümpelung alter Keller. Findet man Flaschen, die schon über 30 oder gar 50 Jahre alt sind, liegt die Vermutung nahe, dass es sich dabei um etwas Besonderes handelt. Doch ab wann wird alter Wein kostbar? Und kann Wein als Wertanlage für später nützlich sein?

Alter Wein immer wertvoll?

Nur weil eine Flasche schon mehrere Jahre oder gar Jahrzehnte alt ist, heißt das leider nicht automatisch, dass der Wein wertvoll ist. Handelt es sich um einen Winzerwein von einem der großen deutsche Anbaugebiete, der in großer Menge hergestellt und abgefüllt wurde, so wird die Erwartung, einen Schatz gefunden zu haben, meist schnell enttäuscht. Darüber hinaus sind die wenigsten Weine für eine extrem lange Lagerung geeignet. Alter Wein kann aber durchaus noch schmecken – probieren Sie es doch einmal auf einer Familienfeier aus!

Die Kombination „alt und selten“

Alter Wein kann durchaus wertvoll sein, wenn die Herkunft und der Jahrgang stimmen. So haben es einige Weingüter, wie etwa Chateau Lafite-Rothschild oder Château d’Yquem, zu weltweiter Berühmtheit geschafft und je nach Jahrgang sind deren Weine mehr oder weniger begehrt. Je weniger Flaschen dann noch von einem Jahrgang im Umlauf sind, desto wertvoller wird alter Wein. Schauen Sie also genau auf das Etikett, woher der gefundene Wein stammt.

Wein als Wertanlage?

Manche Menschen investieren in Aktien, andere in Gold und wieder andere eben in Wein. So wird mit Flaschen heute fleißig spekuliert und sogar an der Börse gehandelt. Alter Wein von den richtigen Weingütern aus der richtigen Zeit kann seinem Besitzer gute Renditen einbringen. Am gefragtesten bei der Wein-Kapitalanlage ist übrigens der Bordeaux – für keinen anderen Wein ist die Nachfrage weltweit größer. Je wertvoller der Wein, desto sicherer muss er lagern. Eines der größten Depots für kostbaren, alten Wein liegt übrigens in einer ehemaligen Mine in England.